Unser Grundwasser gewährleistet hohe Trinkwasserqualität
Seit 2000 geben die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und die Grundwasserrichtlinie den rechtlichen Rahmen für den Schutz und die Bewirtschaftung des Grundwassers in Europa vor. „Das ist gerade auch für uns als Wasserversorger besonders wichtig, denn aus Grundwasser erzeugen wir Trinkwasser, das Lebensmittel Nr. 1“, betont Marten Eger, Technischer Geschäftsführer der LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG.
Zur Beurteilung des Grundwassers werden vom Land Brandenburg Steckbriefe nach WRRL für die verschiedenen Grundwasserleiter erstellt, so auch für den u.a. die Stadt Cottbus betreffenden Bereich „Mittlere Spree B“. Der dargestellte Grundwasserkörper umfasst eine sehr große Fläche von fast 2.000 km² mit sehr unterschiedlichen Gegebenheiten. „Allerdings gib es in diesem großen Gebiet dem Bergbau geschuldete Wasserentnahmen und auch Belastungen, das ist richtig“, so Marten Eger und verweist auf die Ausführungen vom Ulrich Thiessen in der Lausitzer Rundschau vom 27. April. „Doch für die Trinkwasserversorgung in unseren Werken stellt dies keine Gefahr dar.“ Denn das benötigte Rohwasser wird aus einer Tiefe von 40 bis 70 Metern unter Gelände und aus 20 Meter starken Schichten gewonnen. Außerdem sind die Grundwasserstände seit den 1990er Jahren sogar leicht angestiegen und in den letzten drei, sehr trockenen Jahren nur minimal – um 10 cm pro Jahr – gefallen.
Um die Qualität beurteilen zu können, überwacht die LWG kontinuierlich ihre 52 Rohwasserbrunnen, die sich übrigens alle in der Trinkwasserschutzzone I befinden. Darüber hinaus werden jährlich durch die LWG selbst und durch externe Labore Proben genommen und Analysen durchgeführt. Allein in 2020 waren das im Versorgungsgebiet 328 Trinkwasser-Analysen, bei denen 5.759 Parameter untersucht wurden – 4.411 chemische Parameter und 1.348 mikrobiologische Parameter.
Dabei lagen auch die im erwähnten Steckbrief des Landes als problematisch eingestuften Werte für Sulfat und Ammonium im Reinwasser des LWG-Versorgungsgebietes immer deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten, wie die nebenstehenden Tabellen beweisen. „Unser Grundwasser hat in Sachen Trinkwassererzeugung geologisch bedingt nur zwei ‚Makel‘ – zu viel Eisen und zu viel Mangan. Doch diese Bestandteile werden in unseren Wasserwerken mit natürlichen Verfahren entfernt, so dass wir unseren Kunden jederzeit qualitativ einwandfreies und in jeder Hinsicht unbelastetes Trinkwasser frei Haus liefern können, heute und in Zukunft“, so der LWG-Geschäftsführer.
Sulfatgehalt im Reinwasser | (226,16 kB) |
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Ammoniumgehalt im Reinwasser | (225,90 kB) |
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26.04.21 - Unser Grundwasser garantiert hohe TW .. | (0,55 MB) |
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