- Mittwoch
- 22. Juli 2026
Was ist ein Regenrückhaltebecken?
Regenrückhaltebecken speichern überschüssiges Regenwasser bei Starkregen und entlasten dadurch Kanalisation und Gewässer.
Wie funktioniert ein Regenrückhaltebecken?
Bei normalen Niederschlägen fließt Regenwasser wie gewohnt über die Kanalisation ab. Bei Starkregen fallen jedoch oft innerhalb kurzer Zeit so große Wassermengen an, dass Leitungen und Gewässer diese nicht sofort aufnehmen können.
In diesem Fall wird das überschüssige Wasser zunächst im Regenrückhaltebecken gespeichert. Sobald die Kanalisation oder das Gewässer wieder ausreichend Kapazität hat, wird das Wasser kontrolliert abgegeben. Dadurch werden die Entwässerungsanlagen entlastet und das Risiko von Überflutungen verringert.
Warum sind Regenrückhaltebecken wichtig?
Starkregenereignisse treten immer häufiger auf und stellen Städte vor große Herausforderungen. Regenrückhaltebecken helfen dabei, Wassermengen gezielt zu steuern und Schäden durch Überflutungen zu reduzieren. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wohngebieten, Straßen und der städtischen Infrastruktur.
Mehr als Hochwasserschutz
Moderne Regenrückhaltebecken können noch mehr: Das gespeicherte Wasser lässt sich beispielsweise zur Bewässerung von Grünflächen nutzen. Intelligente Steuerungssysteme sorgen außerdem dafür, dass jederzeit ausreichend Speichervolumen für das nächste Starkregenereignis zur Verfügung steht.
Aktuelles Bauprojekt in Ströbitz
Damit Cottbus künftig besser auf Starkregen vorbereitet ist, baut die LWG derzeit im Auftrag der Stadt Cottbus ein neues Regenrückhaltebecken unter dem Bolzplatz an der Hans-Sachs-Straße in Ströbitz. Hintergrund ist, dass sich in diesem Bereich das Regenwasser eines großen Einzugsgebietes sammelt, während der Ströbitzer Landgraben nur begrenzte Wassermengen aufnehmen kann. Bei starken Niederschlägen kam es deshalb in der Vergangenheit immer wieder zu Überflutungen.
Das unterirdische Regenrückhaltebecken schafft zusätzlichen Speicherraum für rund 520 Kubikmeter Regenwasser – das entspricht mehr als 3.000 Badewannenfüllungen. Das Wasser wird bei Starkregen zwischengespeichert und kontrolliert abgegeben. In Trockenzeiten kann es zudem zur Bewässerung städtischer Grünflächen genutzt werden. Damit leistet das Bauwerk einen wichtigen Beitrag zur klimaangepassten Regenwasserbewirtschaftung und zur Entwicklung der „Schwammstadt“ Cottbus.
Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis Oktober 2026 abgeschlossen sein.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in unserer Wasserzeitung sowie im nachfolgenden Beitrag von lausitz.tv.