… aus gutem Grund!

vom 11.03.2019

LWG investiert rund 8 Mio. Euro in die Sanierung ihrer Anlagen

Berstlinig Grafik Grafische Darstellung des Berstverfahrens, bei dem das vorhandene Altrohr mit Hilfe einer Bersthülse zerstört und im selben Arbeitsgang ein Neurohr eingezogen wird (Quelle: Schöngen)

Rund 8 Millionen Euro will die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG in diesem Jahr in die Erneuerung bzw. Sanierung ihrer Trink- und Abwasseranlagen und –netze investieren. Zu den größten Maßnahmen gehört mit einem Volumen von rund 1,5 Millionen Euro das Bauvorhaben Cottbus-Sandow, bestehend aus drei Einzelmaßnahmen.

1. Albert-Förster-Straße

Anfang April beginnen die Bauarbeiten im Bereich Albert-Förster-Straße. Hier wird auf einer Länge von 330 Metern ein maroder Mischwasserkanal aus dem Jahr 1904 saniert und zugleich vergrößert. Um dafür nicht die Straße im Ganzen aufbrechen zu müssen, nutzt die LWG auch diesmal ein grabenloses Bauverfahren: das sogenannte Berstverfahren. Dabei wird das in 5 Metern Tiefe liegende Altrohr im Erdreich zerstört und gleichzeitig das neue Rohr eingezogen. In dem konkreten Fall ist es sogar größer dimensioniert als das bisherige, da bereits die zukünftige Entwicklung des „Spreebogens“ in die Planungen eingeflossen ist.

Für das Berstverfahren müssen nur einige wenige Schächte gesetzt werden. Allerdings kann das in dieser Zeit anfallende Schmutz- und Regenwasser nicht über die zu erneuernde Rohrleitung entsorgt werden. Deshalb wird für die Dauer der Arbeiten ein Überpumpbetrieb über eine oberirdisch verlegte Rohrleitung geschaffen.

Parallel zu den Arbeiten an der Abwasserentsorgung wird über 220 Meter auch eine neue Trinkwasserleitung neben der alten Leitung verlegt. Auch das erfolgt grabenlos, diesmal mittels Spülbohrverfahren. Die Versorgung mit Trinkwasser ist während der gesamten Bauzeit gewährleistet, nur beim Umbinden von der alten auf die neue Leitung wird diese kurzzeitig unterbrochen. Die Anwohner werden darüber rechtzeitig informiert.

Die Baumaßnahmen in der Albert-Förster-Straße sollen planmäßig bis Ende September abgeschlossen sein.

2. Am Anger

Ebenfalls Anfang April beginnt die zweite Baumaßnahme, diesmal in der Straße Am Anger. Hier wird auf einer Länge von 380 Metern ebenfalls der Mischwasserkanal saniert. Durch die grabenlose Bauweise (hier Schlauchlining) bleibt die Straße Am Anger im Wesentlichen befahrbar. Einschränkungen gibt es während der Baumaßnahme, die Ende Juni beendet werden soll, vor allem bei den Parkmöglichkeiten.

3. Merzdorfer Weg

Ort für die dritte Baumaßnahme Anfang April ist der Merzdorfer Weg. Der dort liegende Mischwasserkanal muss auf einer Länge von rund 310 Metern durch einen neuen Kanal ersetzt werden. Das erfolgt parallel zum alten Kanal durch das sogenannte Pressbohrverfahren, wodurch der Straßenverkehr im betreffenden Bereich nur punktuell eingeschränkt wird. Ende August soll der neue Mischwasserkanal fertig sein, so dass der alte Kanal außer Betrieb genommen und verfüllt werden kann. Parallel zu den Arbeiten am Kanal werden die Hausanschlussleitungen erneuert.

 Baumaßnahme Nr. 4: Ottilienstraße (Spremberger Vorstadt)

Eine weitere wichtige Baumaßnahme beginnt Anfang April in der „Spremberger Vorstadt“. Dabei werden im Bereich Ottilienstraße zwischen Garten- und Bautzener Straße auf einer Länge von rund 330 Metern sowohl der beschädigte Mischwasserkanal als auch Schächte und Hausanschlussleitungen mittels Schlauchlining-Verfahren bis Ende Mai saniert. Diese Maßnahme hat ein Investitionsvolumen von rund 350.000 Euro.

Bei all den genannten Baumaßnahmen sind Einschränkungen im Straßenverkehr und beim Parken sowie Baulärm tagsüber leider nicht gänzlich zu vermeiden. Die LWG bittet die Anwohner dafür um Verständnis.

Über eventuell notwendige Änderungen in der Verkehrsführung informiert Sie rechtzeitig die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Cottbus in den regionalen Medien.

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